globale Lieferketten-Havarie: Auswirkungen der Lieferengpässe für die Unternehmen

Internationale Lieferketten sind das Rückgrat des globalen Handels. Kommt Sand ins Getriebe, drohen Out-of-Stocks bei Handel und Produzenten.

Das Problem begann vor einem Jahr. Damals war China im Lockdown, die Fabriken war während 2 Monaten stillgelegt und globale Lieferketten unterbrochen. Für viele Unternehmen ist China die verlängerte Werkbank und die Abhängigkeit von China wurde mit der Pandemie zur Achillesferse. Aufgrund der erhöhten Nachfrage erhöhen sich die Frachtraten aus Übersee um ein Vielfaches, die Anbieter sehen sich gezwungen, die Mehrkosten auf die Konsumenten zu überwälzen.

Die Unternehmen sind den Transportunternehmen hilflos ausgeliefert – tlw. erhöhen sich die Frachtraten in der Seefracht im Wochentakt. Supply Chain Manager, Produktionsplaner und Importeure sind gefordert: sie müssen viel vorausschauender planen und die Ware um einiges früher als üblich disponieren, da die Lieferanten in China wiederum ihrerseits die Rohmaterialien viel früher bestellen muss.

Zwar produziert Asien und insbesondere China heute wieder auf Hochtouren, aber die Nachfrage übersteigt die Transportkapazitäten. Es beginnt eine eigentliche Jagd auf leere, verfügbare Seefrachtcontainer.

Die Beschaffungsstrategen der Unternehmen müssen sich überlegen, wichtige Komponenten näher beim Absatzmarkt produzieren zu lassen (local sourcing) sowie die Sicherheitsbestände zu erhöhen, um die Abhängigkeit von den asiatischen Lieferanten zu reduzieren. Gegenüber global sourcing hat diese Beschaffungsstrategie einige Vorteile: geringe Transportkosten und kurze Lieferzeiten.

Wie labil globale Lieferketten in der Pandemie tatsächlich sind, zeigt die Wirtschaftssendung ECO des Schweizerischen Fernsehens SRF mit diesem Filmbeitrag auf:

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